Abend der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen ganz im Zeichen „Zukunftsorientiert in Personal & Material für die Sicherheit der Bevölkerung investieren

Beschaffungen: Rund 1,5 Millionen Euro werden in die Sicherheit der Bevölkerung investiert.

Jahresberichte: 2019-heute: 519 Einsätze, 204 Übungen & 38 Lehrgänge absolviert.

Personal: 14 Neu- / Wiederaufnahmen, neun Ernennungen & in Summe rund 1000 Jahre aktive Feuerwehrtätigkeit geehrt.

Rheinbrohl. Am Freitag, den 27.08.2021 fand in Rheinbrohl der Abend der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen statt. Bürgermeister Jan Ermtraud und der kommissarische Wehrleiter Michael Scharrenbach konnten neben den aktiven Mitgliedern der Feuerwehren, Jugendfeuerwehr und Alterswehr auch Landrat Achim Hallerbach, BKI Holger Kurz und weitere Vertreter/innen der kommunalen Familie begrüßen.

Fahrzeugeinsegnung & Beschaffungen

Im Vorfeld zum offiziellen Abend im Rheinbrohler Römersaal fand an der St. Suibert-Kirche die Fahrzeugeinsegnung der beiden neuen Einsatzfahrzeuge der Verbandsgemeinde statt. Pfarrer Christoph Schwaegermann (evangelische Kirche) und Pater Magnus (katholische Kirche) segneten das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20, das neue Mehrzweckfahrzeug 1 sowie die anwesenden Einsatzkräfte und betonten den solidarischen Akt der Nächstenliebe im Brand- und Katastrophenschutz für die Bürgerinnen & Bürger.

Michael Scharrenbach ging in seinem Bericht als kommissarischer Wehrleiter auf die zukunftsorientierten Investitionen ein. Das eingesegnete und nun an den Löschzug Bad Hönningen offiziell übergebene Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 im Wert von 441.000 € verbindet einen höheren Einsatzwert und gleichzeitig die Möglichkeit der Kostenreduzierung. Es ersetzt zwei Fahrzeuge, ein Tanklöschfahrzeug sowie den Rüstwagen. Solidarität zeigt sich auch an dieser Stelle: der nicht mehr benötigte Rüstwagen wurde nach der Flutkatastrophe der Feuerwehr der VG Altenahr kurzfristig zur Verfügung gestellt.

Das neue Mehrzweckfahrzeug 1 wird durch den Löschzug Rheinbrohl insbesondere für Logistikaufgaben eingesetzt und mit verschiedenen Rollcontainern wechselweise beladen. Weitere Investitionen sind bereits angestoßen: Für den Löschzug Leutesdorf wird aktuell ein Löschgruppenfahrzeug 10 beschafft und für den Löschzug Rheinbrohl ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10. Außerdem wird das rheinbrohler Rettungsboot generalüberholt. „Inklusive der Landeszuschüsse werden in Summe rund 1.5 Millionen Euro sinnvoll in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Bad Hönningen investiert.“ resümiert  Bürgermeister Jan Ermtraud.

Bürgermeister Jan Ermtraud dankte den Mitgliedern der Feuerwehren und ihren Familien für das große Engagement, und erwähnte dabei auch die Arbeitskreise für die Beschaffungen die mit großem zusätzlichem, ehrenamtlichem Aufwand diese Projekte begleiten.

Jahresberichte

Im Bericht der Wehrleitung, wegen der Corona-Pandemie für den Zeitraum 01.01.2019 – 31.07.2021,  wurden insgesamt 519 Einsätze, 204 Übungen und 38 absolvierte Lehrgänge aufgelistet. Michael Scharrenbach ging hier auf einige besondere Einsätze ein, so beispielsweise die brennenden Güterwaggons 2019 in Unkel und ein Dachstuhlbrand diesen Sommer in Bad Hönningen. Auch den Einsatz im Ahrtal ließ er noch einmal Revue passieren. Insgesamt 99 Menschen und sechs Tiere konnten im Ahrtal, teilweise unter Lebensgefahr der eigenen Kräfte, durch die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen gerettet werden. Leider konnten nicht alle Personen gerettet werden, sodass die Einsatzkräfte auch Leichenbergungen durchgeführt haben. „Dieser Einsatz stellt eine extreme Belastung für alle Beteiligten dar. „, resümiert Michael Scharrenbach, verbunden mit einem Appell an die Einsatzkräfte die Möglichkeiten der Aufarbeitung zu nutzen. Bei seinem Dank an die Einsatzkräfte betonte er: „Leider finden die Dinge, die gut gelaufen sind wenig Aufmerksamkeit und werden oft als Selbstverständlichkeit angesehen.“

Den Dankesworten und der Aufforderung zur gemeinsamen Aufarbeitung der belastenden Ereignisse schlossen sich Landrat Achim Hallerbach und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Holger Kurz an.

„Sowohl die Pandemie als auch die Starkregenereignisse haben uns nochmals deutlich gezeigt, dass wir als kommunale Familie gefordert sind den Brand- und Katastrophenschutz gut aufzustellen.“ sagte Landrat Achim Hallerbach und ergänzte mit BKI Holger Kurz, dass im Landkreis Neuwied bereits unter der Leitung vom ehemaligen KFI Werner Böcking wichtige Weichen gestellt wurden. Die eingeleiteten Maßnahmen, wie beispielswiese der Aufbau des Katastrophenschutzzentrums für den Landkreis, die nachhaltige Stabsausbildung für die Technische Einsatzleitung und die Anschaffung mobiler Systeme für Lautsprecherdurchsagen werden unter den aktuellen Erkenntnissen weiter vorangetrieben und teilweise ergänzt.

 

Neuaufnahmen & Ernennungen

Im Anschluss an Jahresberichte und Grußworte standen Neu- / Wiederaufnahmen für die Jugendfeuerwehr und die Löschzüge, einige Ernennungen und viele Ehrungen auf dem Programm.

Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Lemgen hatte eine besondere Ehrung im Gepäck. Stefan Schriedels wurde als Gründungsmitglied, Betreuer und anschließender Jugendfeuerwehrwart der VG Bad Hönningen für seine insgesamt 23-jährige Tätigkeit mit dem Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Gold geehrt.

Fünf Kinder (Bahija Jesse, Lars Bergmann, Linell Jäger, Noah Jäger & Tim Loth) wurden in die Jugendfeuerwehr aufgenommen, sechs Einsatzkräfte (Isabell Schüller, Marcus Berg, Tobias Hartzmann, Florian Klemmer, Hendrik Sartor & Sören Steinke) sind ab sofort im Löschzug Bad Hönningen aktiv und vier Einsatzkräfte (Constantin Dasbach, Felix Frorath, Jakob Kossmann & Johannes Laumann) ergänzen den Löschzug Rheinbrohl.

Für ihre Tätigkeiten auf Verbandsgemeindeebene wurden Jugendfeuerwehrwart Martin Heinz zum Löschmeister, Philipp Zwiener als Leiter Informations- und Kommunikationswesen zum Brandmeister und Matthias Lemgen als Pressesprecher zum Oberbrandmeister ernannt.

Nach erfolgtem Zugführer-Lehrgang wurde Christian Erben als stv. Wehrführer des Löschzuges Rheinbrohl zum Oberbrandmeister sowie Bastian Weber und Roman Hall zu Löschmeistern ernannt.

Im Löschzug Bad Hönningen wurde ein neuer stv. Wehrführer gewählt. René Breitenbach übernimmt das Amt von Helmut Stuntz und wurde somit als stv. Wehrführer und Hauptbrandmeister ernannt. Michel Röser wurde zum Atemschutzgerätewart und Brandmeister ernannt.

 

Ehrungen

Das bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 15-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr konnte insgesamt 29-Mal verliehen werden.

LZ Bad Hönningen: René Breitenbach, Mario Breitscheid, Benjamin Friese, Sven Hendrigs, Michael Heumann, Patrick Kerres,  Stefan Kochems, Nadine Loth, Patrick Persy, Frank Röser, Michel Röser, Mario Sartor &  Stefan Schriedels.

LZ Rheinbrohl: Christian Erben, Bastian Frömbgen, Florian Kluwig, Stefan Kluwig, Tobias Kluwig, Kai-Martin        Orth, Marvin Reuschenbach, Michael Rott, Michael Scharrenbach, Sven           Scharrenbach, Peter Scheidgen, Christian Stöver & Bastian Weber.

LZ Leutesdorf: Steffen Bamberger, Matthias Lemgen & Kathrin Reisdorf.

Das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr, wurde an Thomas Loth (LZ Bad Hönningen) und René Adams (LZ Leutesdorf) verliehen.

Das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 45-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr, wurde an Reimund Scheidgen vom LZ Rheinbrohl verliehen.
Ein Jubiläum von 45 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr verzeichneten Dieter Geesdorf, Rolf Scherhag und Wilfried Kochems (alle LZ Bad Hönningen).
Ein besonderes Jubiläum feierten Bruno Kochems (LZ Bad Hönningen) sowie Bernd Loth (LZ Rheinbrohl) mit 50 Jahren und Willi Brug (LZ Bad Hönningen) mit 60 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

Die Ernennungen und Ehrungen die genannt wurden, aber an diesem Abend nicht durchgeführt werden konnten, werden bei nächster Gelegenheit nachgeholt.

Zum Abschluss des Abends erhielt Fritz Hohn aus Leutesdorf ein Präsent, er blickt inzwischen auf 65 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr zurück.

PM Feuerwehr VG Bad Hönningen

 

 

Übung zum Thema „Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen“

Am gestrigen Abend stand der Themenschwerpunkt „Verkehrsunfall“ im Fokus der Übung.

Erstmals seit der Indienststellung des neuen HLF20 konnten die Frauen und Männer der Bad Hönninger Wehr die neuen Gerätschaften am Objekt (Schrott-PKW) ihrer Bestimmung zuführen.

Neben dem Handling von Rettungsschere, Spreizer und Co. lag das Hauptaugenmerk diesmal vor Allem darauf, die neuen Abläufe und Aufgabenverteilungen zu verinnerlichen.

Denn das generelle Vorgehen ist seit geraumer Zeit in sogenannten Standard-Einsatz-Regeln festgelegt und durch das neue Fahrzeug sowie den Wegfall des Rüstwagens und eines Tanklöschfahrzeugs mussten diese Abläufe neu geregelt werden.

Über den Abend wurden hierfür mehrere kleine Szenarien durchgespielt und die Positionen und damit verbundenen Aufgaben jeweils rotiert.

Bereits in zwei Wochen steht die nächste Übung zu diesem Thema auf dem Plan.

Wechsel in der Bad Hönninger Wehrführung vollzogen

Auf dem Verbandsfeuerwehrtag am vergangenen Freitag wurde der Wechsel innerhalb der Bad Hönninger Wehrführung nun auch offiziell durchgeführt.

Nach seiner Wahl auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung vor zwei Wochen sprach der neue zweite Stellvertretende Wehrführer René Breitenbach den Amtseid für die Ernennung zum Ehrenbeamten, er erhielt zudem alle Funktionszuweisungen sowie die Beförderung zum Hauptbrandmeister.

In diesem Zuge wurde auch der scheidende Stellvertreter Helmut Stuntz aus seinem Amt entpflichtet. Helmut war seit dem Jahr 2007 in der Führung der Bad Hönninger Wehr tätig und bekleidete von 2011 bis 2013 übergangsweise selbst das Amt des Wehrführers.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Helmut für seine Arbeit in all diesen Jahren und freuen uns ganz besonders, dass er auch weiterhin als aktiver Kamerad mit Rat und Tat zur Verfügung stehen wird.

Ein ausführlicher Bericht zum Verbandsfeuerwehrtag inkl. der Einsegnung der neuen Fahrzeuge der VG folgt in Kürze.

René Breitenbach zum 2. Stellv. Wehrführer gewählt

Die Mitglieder der Feuerwehr Bad Hönningen haben bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am gestrigen Abend den Brandmeister René Breitenbach zum neuen 2. stellv. Wehrführer gewählt.

René Breitenbach löst somit ab dem Verbandsfeuerwehrtag in der nächsten Woche seinen Vorgänger Helmut Stuntz ab. Dieser hat sein Amt bereits 1,5 Jahre vor Ablauf der eigentlich 10jährigen Amtszeit zur Verfügung gestellt. Dadurch soll bereits eine Führungskraft eine gewisse Eingewöhnungszeit haben um sich in Amt und Funktion einzuarbeiten. So werden nicht gleich alle Mitglieder der Wehrführung ins kalte Wasser geworfen, wenn im Jahr 2023 auch der Wehrführer und sein 1. Stellvertreter neu gewählt werden.

Neben den Ansprachen von Wehrführer Mario Sartor und dem 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Oliver Labonde wurde auf der Versammlung zudem der Kamerad Michel Röser zum Brandmeister gewählt.

Wichtige Entscheidungen stehen an!

In ca. einer Stunde werden beim Löschzug Bad Hönningen wichtige Entscheidungen getroffen.

Da in diesem Jahr durch die Pandemie keine Jahreshauptversammlung stattfinden konnte, wird heute Abend zur außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen, um die wichtigsten Entscheidungen und Wahlen nachzuholen.

Neben einiger Berichte stehen auch die Wahl eines Brandmeisters sowie vor allem die Wahl des zweiten Stellvertretenden Wehrführers auf der Tagesordnung.

Um in diesen Zeiten auch bei einer solchen Veranstaltung Abstände, Lüftungsmaßnahnen usw. zu gewährleisten, findet die Versammlung in der Fahrzeughalle und nicht wie gewohnt in Schulungsraum statt.

Weitere Infos folgen.

Nachrreichung vom letzten Mittwoch

Mit einer kleinen Nachrreichung möchten wir über die wöchentliche Übung vom vergangenen Mittwoch informieren.

Denn neben dem Einsatz von insgesamt 6 Bad Hönninger Kameraden am Nürburgring waren natürlich auch die restlichen Mitglieder nicht untätig. Man nutzte das ausnahmsweise mal schöne Wetter, um am Großparkplatz am Rhein gleich drei Schwerpunkte zu vertiefen.
Es wurde die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer, die Möglichkeiten zur Wasserabgabe über die Drehleiter sowie der Einsatz von Booten auf dem Rhein trainiert.

Zudem war es für den Löschzug Bad Hönningen die erste normale Übung, ohne eine feste Gruppeneinteilung, seit Anfang Dezember.

Es geht nach Hause…

Seit gestern Morgen um 9.00 Uhr befanden sich durchgängig je 6 Kameraden in zwei Schichten â 12 Stunden im Bereitstellungsraum am Nürburgring.

Wie schon zuvor bei allen Einsätzen im Krisengebiet waren alle drei VG Wehren in der eingesetzten Truppe vertreten.

Die Aufgabe vor Ort war die Sicherstellung des Brandschutzes mit einem TLF für die tausenden Einsatzkräfte in der dortigen Zeltstadt.

Von dieser Zeltstadt aus rücken die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr jeden Morgen in die einzelnen Ortschaften des Ahrtals aus und kehren nach getaner Arbeit am Abend für die Übernachtung zurück.

Heute morgen wurden wir dann von Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Hachenburg abgelöst.

Waldbrandübung mal anders

Eigentlich war für gestern Abend eine große Übung der Löschzüge Rheinbrohl und Bad Hönningen zum Thema Waldbrand geplant.

Doch nach den intensiven letzten Wochen wollte man den Mitgliedern nicht unbedingt eine weitere Materialschlacht, wie sie eine Waldbrandübung bedeuten würde, zumuten.

Daher hat man sich kurzerhand dazu entschieden, den für nach der Übung geplanten gemütlichen Teil vorzuziehen und einfach einen gemeinsamen Abend über den Dächern der Stadt zu verbringen.

Wir danken Benedikt Feltens und dem Schlosseria Team für die hervorragende Bewirtung und den schönen Abend in einem so tollen Ambiente.

 

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen

Nachdem unser Rüstwagen nunmehr eigentlich seit drei Wochen außer Dienst gestellt ist und im Gerätehaus auf seinen Verkauf wartete, ist er nun wieder für die gute Sache unterwegs.

Seine bereits abgelaufene Sicherheitsüberprüfung wurde erneuert und er ist auch wieder mit den wichtigsten Materialien bestückt, welche nicht mit auf das neue HLF übernommen wurde.

Nun ist er auf dem Weg in das Katastrophengebiet an der Ahr. Dort wird das Fahrzeug, den teilweise schwer getroffenen Feuerwehren, auf unbestimmte Zeit zur Verfügung gestellt.
Ein solch robustes und geländegängiges Fahrzeug, mit seiner technischen Beladung und der Seilwinde kann den Kameradinnen und Kameraden in deren schwieriger Situation sicher weiterhelfen.

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