Löschzug übt am und auf dem Rhein

Der noch junge Frühling wurde heute genutzt, um erstmals in diesem Jahr die Boote zu Wasser zu lassen. Außerdem wurde das Fahren mit Anhängern insbesondere das Ruckwärtsfahren geübt.

 

Ereignissreicher Übungsabend….

Während sich die Kameradinnen und Kameraden für die eigentlich um 18.30 Uhr startende Übung vorbereiteten, beschleunigte die Auslösung der Piepser das Umziehen an den Spinden. Um 18.26 Uhr wurde von der Leitstelle zu einem Kaminbrand in die Ringstraße alarmiert.

Nachdem der Einsatz nach ca. 1,5 Stunden abgearbeitet und alle Aufräumarbeiten erledigt waren, konnte man dann doch noch die eigentliche Übung hinten dran hängen.

Es wurden vor dem Gerätehaus Hohlstrahlrohre verschiedener Hersteller getestet um sich einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen zu den Hohlstrahlrohren des Löschzugs zu verschaffen.

Übung mit Unwetterausrüstung und Booten

Am letzten Juli-Samstag war der Löschzug nach einem Starkregen an 5 Einsatzstellen aktiv. Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich eine steigende Zahl solcher Starkregenereignisse ab. Im vergangenen Jahr hat die Verbandsgemeinde alle drei Löschzüge mit neuen Tauchpumpen und Nasssaugern ausgestattet um für solche Einsätze noch besser gerüstet zu sein. Der Löschzug Bad Hönningen hatte bereits vor einigen Jahren durch Spenden eine leistungsstarke Schmutzwasserpumpe beschafft. Die Funktionsweise und der Umgang mit diesen Geräten wurden bei der gestrigen Übung am Rhein in Theorie und Praxis besprochen und umgesetzt. Zudem wurden auch erneut beide Boote zu Wasser gelassen um diverse Fahrübungen durchzuführen. Das Fahren in Ufernähe stellt derzeit wegen des sehr niedrigen Pegels eine besondere Herausforderung dar.

 

Feuerwehren Rheinbrohl und Bad Hönningen üben gemeinsam

Am vergangenen Mittwoch fand die jährlich stattfindende gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Rheinbrohl statt. Das tolle Wetter wurde genutzt, um ein Szenario auf dem Rhein abzuarbeiten. Es wurden drei vermisste Rheinschwimmer angenommen, die zuletzt im Rhein auf Höhe des Rheinparkplatzes gesehen wurden. Das Stichwort „Person im Rhein“ ist gerade in den Sommermonaten keine Seltenheit. So wurden die Wehren der VG in den letzten beiden Monaten zu drei Einsätzen dieser Art alarmiert. Einer der Übungsschwerpunkte war die Einsatzstellen-Kommunikation mit der Umsetzung des seit dem 01.07. gültigen neuen Funkkonzeptes der VG und die Einsatzstellen-Organisation mit Umsetzung des Alarm- und Einsatzplans „Rhein“. Denn die Problematik bei Einsätzen dieser Art stellt häufig die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander dar. Bei einem Szenario, wie dem gestrigen, würden im Ernstfall Wehren aus zwei Landkreisen (Neuwied, Ahrweiler) und vier Gemeinden (Bad Hönningen, Bad Breisig, Linz und Sinzig) alarmiert. Die Boote und Suchtrupps befinden sich also zunächst nicht an einer zentralen Stelle, sondern über mehrere Kilometer verteilt. Um hier die Suchmaßnahmen koordinieren zu können, gibt es Konzepte, die gestern erprobt wurden. Die drei Puppen, die im und am Rhein positioniert wurden konnten durch eine strukturierte land- und wasserseitige Suche aufgefunden und „gerettet“ werden. Nach der Übung wurde die Nachbesprechung der beiden Wehren in gemütlicher Runde bei Grillfleisch am Rheinufer in Ariendorf durchgeführt.

 

Gerätewagen-Gefahrgut-1 aus Unkel zu Gast bei der Feuerwehr Bad Hönningen

Während der Stadtrat im Schulungsraum tagte, stand am vergangenen Mittwoch für den Löschzug das Thema ABC-Gefahren auf dem Übungsplan. Für dieses Thema war die Feuerwehr Unkel mit ihrem Gerätewagen Gefahrgut 1 zu Gast. Neben einer Geräte Kunde am Fahrzeug wurde zudem das Abpumpen von flüssigen Gefahrstoffen geübt. Dabei hatten die Chemikalien-Schutzanzug-Träger Gelegenheit ihre jährliche Gewöhnungsübung zu absolvieren. Dank gilt den beiden Kameraden aus Unkel, die uns außerhalb ihres Übungsrythmus bei unserer Übung unterstützt haben.

Begehung im Altenheim St. Elisabeth in Bad Hönningen

Sechs mal wurde der Löschzug Bad Hönningen im vergangenen Jahr zu ausgelösten Brandmeldeanlagen alarmiert. Insgesamt vier Brandmeldeanlagen (BMA) an besonderen Gebäuden gibt es im Stadtgebiet. Eine davon befindet sich im Altenheim St. Elisabeth. Das taktische Vorgehen bei einer ausgelösten BMA wurde bei der gestrigen Übung besprochen. Zudem wurden den Wehrleiter, durch die Heimleiterin Frau Scholl, die weiteren brandschutztechnischen Anlagen gezeigt sowie die Möglichkeiten der Evakuierung einzelner Brandabschnitte durchgespielt. Solche Begehungen sind fester und wichtiger Bestandteil des Übungsplans und dienen sowohl den Brandschützer, wie auch den Beschäftigten der Heime und Einrichtungen die Abläufe für den Brandfall zu trainieren und zu verinnerlichen. Im Anschluss an die Übung wurde bei einem Imbiss zusammengesessen. Wehrführer Sartor bedankte sich bei Heimleiterin Scholl und betonte, dass eine solche Begehungen auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden soll.

 

Atemschutzgeräteträger absolvieren jährliche Unterweisung

Zweite Übung 2018 – Diesmal stand die jährliche Unterweisung zum Thema Atemschutz an. Die Teilnahme an dieser Unterweisung, in einem Zeitraum von zwölf Monaten, ist eine der Voraussetzungen, die jeder Atemschutzgeräteträger erfüllen muss, um Atemschutz tragen zu dürfen. Zudem muss alle zwölf Monate eine Atemschutzteststrecke besucht, sowie eine Einsatzübung und/oder ein Einsatz unter Atemschutz absolviert werden.

 

Erste Hilfe Übung zum Jahresbeginn

Die kalte Jahreszeit wird jährlich genutzt um Übungen durchzuführen, die besser im Warmen durchgeführt werden. So stand bei der gestrigen, ersten Übung des Jahres schon traditionell das Thema „Erste Hilfe im Feuerwehreinsatz“ auf dem Übungsplan.

Es wurden die Abläufe beim Auffinden einer bewusstlosen Person, sowie die Durchführung der Reanimation aufgefrischt.

Zudem wurde der Umgang mit dem im Jahr 2016 beschafften Defibrilator (AED) trainiert, der im Einsatz neben der Möglichkeit der schnellen Ersten Hilfe für Betroffene auch zum Schutz und der eigenen Einsatzkräfte dient.

Ein Dank gilt hier dem DRK OV VG Bad Hönningen, die uns für diese Übung die Reanimations-Puppe zur Verfügung gestellt haben.

Im Anschluss an den praktischen Teil wurde den Übungsteilnehmern noch etwas über das Thema „Psychohygiene“ vermittelt. Dabei wurde drauf eingegangen, welche Möglichkeiten Einsatzkräfte haben nach teilweise belastenden Einsätzen das Erlebte und Gesehene zu verarbeiten.

Übung – Tür- und Fensteröffnung

Bei der letzten Übung stand das Thema „Tür- und Fensteröffnung“ auf dem Übungsplan. Mit aktuell sieben Türöffnungen im Jahr 2017 nimmt dieses Stichwort einen markanten Teil in der Einsatzstatistik ein. Zu einer Türöffnung durch die Feuerwehr kommt es, wenn Hilfsbedürftige in einer Wohnung den Rettungskräften z.B. des Rettungsdienstes den Zugang zur Wohnung nicht mehr eigenständig ermöglichen können. Die Feuerwehr Bad Hönningen verfügt seit einigen Jahren über die Gerätschaften, in diesen Fällen (nur im Beisein der Polizei) einen schnellen Zugang zur Wohnung zu schaffen, ohne dabei einen großen Schaden ein teuren Wohnung- oder Haustüren oder Fensterscheiben zu verursachen. Natürlich wird bei akkuter Gefahr auch ein Sachschaden z.B. an Fensterscheiben in Kauf genommen um möglichst schnell in die Wohnung zu gelangen. Wie bei allen Gerätschaften, muss auch der Umgang mit dem Tür- und Fensteröffnungsset regelmäßig geübt werden und so wurden die Möglichkeiten gestern an verschiedenen Stationen erörtert und praktisch umgesetzt.

Als zweites Thema war das sogenannte „TNT-Tool“ angesetzt. Bei diesem Gerät handelt es sich um ein Art Feuerwehr-Axt, die jedoch in ihrer Ausführung die Möglichkeiten einer Feuerwehr-Axt, eines Vorschlaghammers und eines Einreißhakens in einem Gerät vereint. Die Moglichkeiten und Vorteile des Geräts, welches im Löschzug auf der Drehleiter verlastet ist, wurden in einer zuätzlichen Station vermittelt.

Großübung der Feuerwehren der Umgebung im ehemaligen Hotel Rüssel

Am vergangenen Samstag, den 18. November wurde das leerstehende Hotel Rüssel in Bad Hönningen für eine Großübung der Feuerwehren aus Bad Hönningen, Rheinbrohl, Leutesdorf, Leubsdorf und Linz genutzt.

Der Löschzug Bad Hönningen wurde zunächst um 14 Uhr mit dem Stichwort „Unklare Rauchentwicklung“ zum ehemaligen Hotelkomplex in der Stadtmitte „alarmiert“. Vor Ort stellte sich die Übungs-Lage jedoch so dar, dass es durch das „Zündeln“ von Kindern im Gebäude zu einem Brand gekommen war und sechs Kinder im Gebäude vermisst wurden. Umgehend wurde die Alarmstufe auf einen „Gebäudebrand mit Menschenrettung“ erhöht und die Kräfte der umliegenden Wehren sowie der Teleskopgelenkmast aus Linz nachalarmiert.

Dass dieses Szenario nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigte ein Einsatz aus dem November 2016, bei dem es ebenfalls im Hotel Rüssel zu einem Brand gekommen war. Damals wurden an mehreren Stellen im Gebäude kleine Feuer gelegt, die zu einer starken Rauchentwicklung geführt haben. Damals kam es glücklicherweise nur zu einem kleinen Sach- und vor allen Dingen zu keinem Personenschaden.

Bei der Übung am Samstag wurde nach der Feststellung der Lage als erste Maßnahmen eine Personensuche unter Atemschutz eingeleitet. Hierzu wurden mehrere Abschnitte gebildet um das große und unübersichtliche Gebäude möglichst schnell von mehreren Seiten aus durchsuchen zu können. Ein Teil der vermissten Kinder, welche von vier Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehr dargestellt wurden, konnten zwischenzeitlich auf das Dach und an die Fenster des Gebäudes flüchten und wurden von dort über die Drehleiter aus Bad Hönningen und den Teleskopgelenkmast aus Linz gerettet. Die zwei übrigen Vermissten wurden durch die im Inneren befindlichen Suchtrupps aufgefunden und gerettet. Das Feuer im Bereich des Dachstuhls wurde von der Drehleiter aus bekämpft sowie das mittels Nebelmaschinen stark verrauchte Gebäude mit mehreren Lüftern entraucht. Alle durchgeführten Maßnahmen koordinierte Einsatzleiter Uwe Reisdorf vom Einsatzleitwagen aus. Hier stehen dem Einsatzleiter neben diversen Funkgeräten und weiteren Kommunikationsmöglichkeiten auch zahlreiche organisatorische Hilfsmittel zur Koordinierung einer Einsatzstelle zur Verfügung. Einsatzleiter Reisdorf konnte, nachdem alle Vermissten aus dem Gebäude befreit, das Feuer gelöscht und alle Räume abschließend kontrolliert waren, gegen 15.30 Uhr „Übungsende und Rückbau“ vermelden.

Im Anschluss an die Übung kamen die 57 Teilnehmer im Schulungsraum des Gerätehauses zusammen. Dort wurde ein kleiner Imbiss gereicht und der erste Beigeordnete der VG Bad Hönningen Reiner W. Schmitz richtete einige dankende Worte an die Wehrleute. Auch der Organisator der Übung, der Bad Hönninger Wehrführer Mario Sartor ergriff kurz das Wort und zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Sartor hatte den Verlauf der Übung mit Teilen des Verbandsgemeinderates beobachtet und erläutert. Den Ratsmitgliedern wurde so ein anschaulicher Einblick in die Arbeit und das Vorgehen der Feuerwehr geben. Der gesamte Ablauf und die Erkenntnisse der Übung werden im Nachgang in einer separaten Nachbesprechung zusammengetragen und erörtert. Einig ist man sich aber bereits, dass solche Großübungen ein wichtiger Bestandteil der überörtlichen Zusammenarbeit der Feuerwehren sind. Deshalb wird man sicher auch künftig wieder zusammenkommen um die Abläufe und Taktiken über die Verbandsgemeindegrenzen hinweg zu trainieren und weiter zu optimieren.

 

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