Anleiterproben Altenheime in Arienheller und Rheinbrohl

Auch wenn am gestrigen fünten Mittwoch des Monats für die Kameradinnen und Kameraden des Bad Hönningen keine reguläre Übung stattfand, so waren wir trotzdem aktiv.

Zwei Kameraden führten mit der Drehleiter gemeinsam mit Führungskräften des LZ Rheinbrohl sogenannte Anleiterproben an zwei Alten- und Pflegeheimen in Arienheller und Rheinbrohl durch.

Durch diverse bauliche Veränderungen an bzw. um das Rheinwaldheim in Arienheller sowie das Seniorenzentrum St. Suitbertus im Ortskern erprobte man, welche neuen Möglichkeiten sich hierdurch für den Drehleitereinsatz ergeben.

Diese Erkenntnisse können dann in Einsatzpläne und Taktiken einfließen, um im Ernstfall zu wissen wie Hubrettungsfahrzeuge optimal zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung positioniert und eingesetzt werden können.

Übung zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung

Bei der gestrigen Übung wurde der Fokus auf die Bekämpfung von Vegetationsbränden gelegt.

In den kommenden Sommermonaten soll dieses Thema dann mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten bei weiteren Übungen vertieft werden.

Gestern wurde zunächst mit einer generellen Vorstellung der Möglichkeiten zur Wasserentnahme und Wasserabgabe begonnen.

Es wurden zudem Vergleiche beim Vorgehen im Gelände mit C-Schläuchen (42mm Durchmesser) und mit den deutlich dünneren D-Schläuchen (25mm Durchmesser) durchgeführt. Zwei dieser D-Schläuche mit einer Länge von je 30m sind in sogenannten Waldbrand-Sets auf dem HLF enthalten und bieten bei Wald- oder Flächenbränden gleich mehrere Vorteile im direkten Vergleich zum Verlegen von C-Schläuchen.

Durch den geringeren Durchmesser lässt sich mit deutlich weniger Wasserdurchfluss arbeiten. Denn je nach Lage einer Brandstelle im Gelände nimmt der Aufbau einer Wasserversorgung eine gewisse Zeit in Anspruch, die mit den eingebauten Wassertanks der Fahrzeuge möglichst effizient überbrückt werden muss.

Natürlich schlägt sich der geringere Durchmesser auch auf das Gewicht der befüllen Schlauchleitungen nieder. Denn wiegt eine 30m C-Schlauchleitung befüllt ca. 42kg, so fallen auf 30m D-Schlauch lediglich ca. 15kg an, die durch die Einsatzkräfte, bei in der Regel ja hochsommerlichen Temperaturen, durch unwegsames Gelände gezogen werden müssen.

Bei den weiteren Übungen zum Thema wird sich dann u.a. mit dem Aufbau einer Wasserversorgung über lange Strecken und mit dem System der Rettungskarten Forst beschäftigt.

Fahrzeug- und Gerätechecks durchgeführt

Wie immer am jeweils vierten Mittwoch im Monat fand gestern der sogenannte „Technische Dienst“ statt. Bei diesem werden alle Fahrzeuge und Geräte auf Vollständigkeit und Funktion überprüft. Zudem werden bei Bedarf Reinigungsmaßnahmen durchgeführt.

Zudem findet immer am ersten Samstag im Monat der „Samstagsdienst“ statt. Hierbei wird sich am Samstagvormittag um das Gerätehaus gekümmert. Es wird aufgeräumt, gereinigt und auch kleinere Reparaturen durchgeführt.

Funk- und Ortskundeübung im Stadt- und Kreisgebiet

Am gestrigen Abend haben die Kameradinnen und Kameraden des Löschzugs eine Funk- und Ortskundeübung durchgeführt. Dabei wurden mit den Fahrzeugen verschiedenste Stationen innerhalb der Stadt sowie dem gesamten Kreis Neuwied angefahren.

Aber warum macht man eine solche Funkübung überhaupt und warum muss man Ortskunde behandeln? Sollte man nicht alle Straßen und Gassen in seiner Heimatstadt kennen?

Eine Übung, wie diese gestern Abend hat jedoch mehrere und sehr vielseitige Lerneffekte, wie z.B.

Handhabung Digitalfunktechnik
Seit einigen Jahren arbeiten die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren primär nicht mehr mit analogen Funkgeräten sondern mit modernen Digitalfunkgeräten. Diese ähneln in ihrer Funktion und Handhabung eher einem Mobiltelefon als einem klassischen „Walkie Talkie“. Der Umgang hiermit und insbesondere die zahlreichen Funktionen, welche über das reine „Ein- und Ausschalten“ und das Absetzen eines Funkspruchs hinausgehen, bedürfen einer regelmäßigen Übung.

Ortskunde
Unter Ortskunde ist, insbesondere im Stadtgebiet, nicht alleine die Klärung der Frage zu verstehen „Wo befindet sich welche Straße“. Hierbei geht es eher um spezifischere Fragen, wie:
  • Was ist bei der Anfahrt mit unseren LKWs an manche Objekte zu beachten? (Durchfahrtshöhen und -breiten, Belastungsgrenzen der Untergründe usw.)
  • Wo befinden sich die nächsten Wasserentnahmestellen an Sonderobjekten wie z.B. dem Schloss Arenfels?
  • Wie muss man anfahren um beispielsweise optimal zur Hauptstraße 111 zu kommen? (Denn gerade bei solch langen Straßen wie der Hauptstraße oder Straßen, die wie der Höms „zweigeteilt“ sind, ist es sehr entscheidend bereits vor der Anfahrt zu wissen wo befindet sich welche Hausnummer, um auf der Anfahrt nicht unnötige Zeit durch eine falsche Anfahrt oder einen Umweg verstreichen zu lassen)
  • An welcher Stelle befinden sich z.B. Rhein-Kilometer 620 oder Bahn-Kilometer 122?

Handhabung Kommunikationstechnik der Feuerwehr-Einsatz-Zentrale (FEZ)
Die FEZ im Gerätehaus Bad Hönningen ist der verlängerte Arm der Einsatzleitung und arbeitet bei allen Einsätzen in der VG dem jeweiligen Einsatzleiter vor Ort aus dem Hintergrund zu. Neben der üblichen Funktechnik verfügt die im November 2018 in Dienst gestellte neue FEZ über zahlreiche weitere Kommunikationsmittel. So kann u.a. auf eine digitale Version des Hydrantenplans zurückgegriffen werden. Hier wurden die Positionen und Daten zu alle Hydranten unserer VG in mühevoller Kleinarbeit in „Google-Earth“ eingepflegt um schnell und auch visuell anschaubar auf diese Daten zurückgreifen zu können. Auch sind die Daten von Rhein- und Bahn-Kilometern hinterlegt worden über die dann z.B. sehr schnell die obigen Fragestellungen beantwortet werden können.

Fahrübungen für PKW und LKW-Fahrer
Bei einer solchen Funkübung handelt es sich natürlich nicht um sinnloses Herumfahren durch den Ort oder den Kreis, sondern diese Fahrten, insbesondere auch in der jetzigen dunklen Jahreszeit, bedeuten für die Fahrer/innen der Fahrzeuge auch wertvolle Fahrpraxis. Denn kaum eine/r der ehrenamtlichen Kräfte ist Berufskraftfahrer und so fahren die allermeisten der aktuell 22 LKW-Fahrer die bis zu 10m langen und 16t schweren Fahrzeuge ausschließlich im Rahmen der Einsätze und Übungen unser Wehr. Insbesondere in den vergangenen beiden Jahren, in denen der Übungsalltag pandemiebedingt immer wieder eingeschränkt wurde, konnten viele nur wenig Zeit am Steuer der Einsatzfahrzeuge verbringen. Daher ist diese regelmäßige Fahrpraxis auch in engen Straßen oder bei Dunkelheit enorm wichtig. Und auch die beiden „Kleinfahrzeuge“ unserer Wehr unterscheiden sich in ihren Abmaßen enorm von den PKW, die die meisten im Privaten fahren und daher gilt auch hier für die Kameradinnen und Kameraden ohne LKW-Führerschein regelmäßig Fahrpraxis zu erhalten.

Alles in Allem zeigt sich, dass auch Übungen, die auf den ersten Blick weniger spektakulär und anspruchsvoll sind für die vielseitige Arbeit der Feuerwehrleute von nicht minderer Bedeutung sind.

Übung in der Bad Hönninger Marienschule

Gestern Abend wurde der Ernstfall in der Grundschule in Bad Hönningen geprobt. Angenommen wurde ein Brand im Werkraum des Kellergeschoss‘ des Gebäudes. Hierbei wurde eine Person im Werkraum selbst vermisst. Zudem wurden durch den sich ausbreitenden Brandrauch zwei „Lehrkräfte“ im 1. Obergeschoss in den Klassenräumen eingeschlossen.

Die Wehrleute retteten die beiden Personen aus dem 1. OG über die Drehleiter, gingen unter Atemschutz in den Keller vor, fanden und retteten die dort vermisste Person, löschten den Brand, entrauchten das Gebäude und kontrollierten die weiteren Räume auf weitere Personen.

Neben Übungen zum „Tagesgeschäft“ sind solche Übungen an Sonderobjekten enorm wichtig, denn anders als in einem Einfamilienhaus erfordert die reine Größe des Gebäudekomplexes eine sehr zeitintensive Erkundung der vorliegenden Lage. Daher ist es enorm wichtig durch regelmäßige Übungen bereits eine grundlegende Ortskenntnis in den Objekten zu haben.

Wir danken an dieser Stelle Schulleiterin Frau Winkelmann und Hausmeister Paul Jürgen Schmitz, dass wir diese Übung gestern durchführen konnten.

Schaum ist nicht nur zum Waschen da…

Gestern Abend wurde sich ausgiebig mit dem Thema Löschschaum befasst.

Neben der Vorstellung der unterschiedlichen Schaumarten, deren Anwendungsgebieten sowie die nötigen Gerätschaften für den Aufbau eines Schaumangriffs, wurde vor Allem die praktische Erzeugung von Schaum in allen Varianten geübt.

Als „Ablageplatz“ für den Schaum konnte dankenswerterweise ein leeres Becken des hiesigen Klärwerks genutzt werden.

Da die dunkle Jahreszeit es in der Regel ohnehin erfordert die Übungs- und Einsatzstellen schon ab dem späten Nachmittag großzügig auszuleuchten, wurde sich neben dem Schaum auch mit unseren zahlreichen Möglichkeiten hierzu beschäftigt.

Übung und kleine Feierstunde

Bei der gestrigen Übung wurde sich mit dem Thema Sprungretter beschäftigt. Ein „Sprungpolster“ befindet sich gemäß Normbeladung auf dem HLF (Hilfeleistungs Löschgruppen Fahrzeug) und da ein solches Gerät bislang nicht im Löschzug vorhanden war, wurden gestern neben der Praxis mit einem Übungspolster auch auch Grundlagen sowie der Auf- und Abbau geschult.

Der Sprungretter 16 (SP16) des Löschzugs dient der Menschenrettung in Situationen, in denen aus Zeit- oder Platzmangel keine tragbare Leiter aufgebaut oder keine Drehleiter in Stellung gebracht werden kann. Denn durch ein einfaches Aufdrehen einer am Polster montierten Pressluftflasche richtet sich der Sprungretter selbst auf und ist innerhalb von 30 Sekunden einsatzbereit.

Wie die Produktbezeichnung SP16 vielleicht vermuten lässt, ist das Modell für Sprünge aus einer Höhe von bis zu 16m geeignet, was ungefähr dem 5. Obergeschoss eines Gebäudes entspricht.

Mit diesem Gerät steht den Einsatzkräften somit eine weitere Option zur Rettung von Menschen aus der Höhe zur Verfügung.

Nach der Übung wurde dann noch eine kleine Feierstunde abgehalten. Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud und der komm. Wehrleiter Michael Scharrenbach holten diverse Ehrungen und Beförderungen nach, die auf dem Verbandsfeuerwehrtag im August nicht durchgeführt werden konnten.

Übung vom 06.10.2021

Am gestrigen Abend vertieften die Kameradinnen und Kameraden des Löschzuges in Form einer Expertengalerie zu vier unterschiedlichen Themenbereichen ihr Wissen. An den vier Stationen wurden folgende Tätigkeiten geübt:

Bestandteile der Einpersonen-Schlauchhaspel des neuen HLF20, sowie der Aufbau einer Wasserversorgung nach gängigem Standard (inkl. Systemtrenner);

theoretische Einweisung und praktische Handhabung des neuen Rauchschutzvorhanges;

mit Feuerwehrleinen gesicherter Abstieg von Personen über eine tragbare Leiter;

Umbau eines Atemschutzgerätes zum Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen in Theorie und Praxis.

Bei allen Stationen konnten wichtige Handgriffe und Abläufe aufgefrischt und vertieft werden, damit im Einsatzfall jeder Handgriff sitzt.

Übung zum Thema „Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen“

Am gestrigen Abend stand der Themenschwerpunkt „Verkehrsunfall“ im Fokus der Übung.

Erstmals seit der Indienststellung des neuen HLF20 konnten die Frauen und Männer der Bad Hönninger Wehr die neuen Gerätschaften am Objekt (Schrott-PKW) ihrer Bestimmung zuführen.

Neben dem Handling von Rettungsschere, Spreizer und Co. lag das Hauptaugenmerk diesmal vor Allem darauf, die neuen Abläufe und Aufgabenverteilungen zu verinnerlichen.

Denn das generelle Vorgehen ist seit geraumer Zeit in sogenannten Standard-Einsatz-Regeln festgelegt und durch das neue Fahrzeug sowie den Wegfall des Rüstwagens und eines Tanklöschfahrzeugs mussten diese Abläufe neu geregelt werden.

Über den Abend wurden hierfür mehrere kleine Szenarien durchgespielt und die Positionen und damit verbundenen Aufgaben jeweils rotiert.

Bereits in zwei Wochen steht die nächste Übung zu diesem Thema auf dem Plan.

Nachrreichung vom letzten Mittwoch

Mit einer kleinen Nachrreichung möchten wir über die wöchentliche Übung vom vergangenen Mittwoch informieren.

Denn neben dem Einsatz von insgesamt 6 Bad Hönninger Kameraden am Nürburgring waren natürlich auch die restlichen Mitglieder nicht untätig. Man nutzte das ausnahmsweise mal schöne Wetter, um am Großparkplatz am Rhein gleich drei Schwerpunkte zu vertiefen.
Es wurde die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer, die Möglichkeiten zur Wasserabgabe über die Drehleiter sowie der Einsatz von Booten auf dem Rhein trainiert.

Zudem war es für den Löschzug Bad Hönningen die erste normale Übung, ohne eine feste Gruppeneinteilung, seit Anfang Dezember.

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