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Überhose und ÜberjackeHersteller:
Lion Aparell Bis in die späten Neunziger-Jahre wurde im Bereich Einsatzkleidung nahezu vollständig auf Hosen und Jacken aus Baumwolle gesetzt. Diese ist zwar schwer entflammbar, schütz jedoch nur sehr begrenzt bis gar nicht vor der Hitzeeinwirkung bei einer Brandbekämpfung von Innen, dem sogenannten "Innenangriff". Die Vorteile eines Innenangriffs gegenüber dem Löschen von Außen durch Fenster und Türen liegen auf der Hand. Man kann gezielter den oder die Brandherde lokalisieren und effektiv mit möglichst geringem Einsatz von Wasser löschen. So lassen sich große Wasserschäden häufig vermeiden. Allerding bringt der Innenangriff natürlich mit sich, dass man näher am Feuer ist und somit auch der Hitze. Neben dem Pressluftatmern, die vor den Rauchgasen schützen ist somit eine hitze- und flammbeständige Einsatzkleidung nötig. Daher wird im Löschzug Bad Hönningen seit über einem Jahrzehnt auf den Einsatz von Überjacken aus dem flammfesten Stoff Nomex gesetzt. Durch eine hitzebeständige und atmungsaktive Fütterung wird der Atemschutzgeräteträger vor der Hitze im Brandraum geschützt. Seit ca. 7-8 Jahren werden im Löschzug zudem Überhosen aus dem gleichen Material eingesetzt, die auch den Beinbereich gegen die erwähnten Gefahren im Innenangriff schützen. Nachteil einer solchen Bekleidung ist natürlich die Entstehung eines Hitzestaus und somit die große Körperliche Belastung des Trägers. Neben der Jacke und der Hose wird zudem eine Nomex-Flammschutz Haube eingesetzt um auch die freien Stellen zu bedecken, die nicht durch die Atemschutzmaske, den Helm oder den Jackenkragen bedeckt werden. Somit ist keine Hautstelle mehr offen und die Gefahr von Verbrennungen im Innenangriff wird zunehmend verringert. Im Rahmen einer Übung im Mai 2011 wurden die ersten 10 Kameraden mit der neuen Einsatzkleidung ausgestattet.
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